Ein Blick zurück … Tradition der Wiener Kaffeehauskultur

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Ein Blick zurück … Tradition der Wiener Kaffeehauskultur

„Wenn du die Welt kennen lernen willst, dann geh in ein Café“ (aus Hillebrand, Zuhause im Café, München 2017) …..

Auch bei uns im Café Zeitschmiede treffen sich Menschen jeden Alters und Couleur, um hier in gemütlicher Atmosphäre mit Freunden zusammen zu kommen, sich zu entspannen, Musik zu hören, die Zeitung oder ein Buch zu lesen, sich in Gedanken zu verlieren oder sie auch zu Papier zu bringen ….

Café Zeitschmiede folgt dabei der Tradition des Wiener Kaffeehauses, einer besonderen Kaffee-Genuss-Kultur, die Ende des 17. Jahrhunderts gegründet und 2011 von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt wurde.

Zunächst nur Männern vorbehalten, erhielten ab 1856 auch Frauen Zutritt.

Meist waren es Dichter, Schriftsteller, Journalisten, Ministerialräte und Ärzte, die sich im Kaffeehaus versammelten, um Zeitungen zu lesen, das Neueste in Erfahrung zu bringen, Meinungen auszutauschen, Ideen zu besprechen, Werke zu kritisieren und sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren.

Vor allem der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) ist bekannt als großer Fan der Kaffeehaus-Kultur: „Es stellt eine Institution besonderer Art dar, die mit keiner ähnlichen der Welt zu vergleichen ist. Es ist eigentlich eine Art demokratischer, jedem für eine billige Schale Kaffee zugänglicher Klub, wo jeder Gast für diesen kleinen Obolus stundenlang sitzen, diskutieren, schreiben, Karten spielen, seine Post empfangen und vor allem eine unbegrenzte Zahl von Zeitungen und Zeitschriften konsumieren kann. Täglich saßen wir stundenlang, und nichts entging uns“ (aus Stefan Zweig`s Memoiren „Die Welt von Gestern“).

Damals wie heute gelten Kaffeehäuser daher als besondere Treffpunkte des öffentlichen Lebens, die auch für die politische und gesellschaftliche Meinungsbildung eine nicht unwesentliche Rolle spielen sowie als Ort, „(…) in dem Zeit und Raum konsumiert werden, aber nur der Kaffee auf der Rechnung steht“ (Natascha Peinsipp, 2019).

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