… wieder Lust auf einen Cappuccino …?

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… wieder Lust auf einen Cappuccino …?

Nun, wie ist es dir in der Stille ergangen?

Konntest du zur Ruhe finden? Konntest du die Ruhe genießen? Was ließ sich wahrnehmen in dieser Stille? Oder war es eher laut oder sogar unerträglich für dich? Vielleicht konntest du ja auch gar nichts verstehen von dem, was da in dir aufgetaucht ist? Vielleicht waren es nur Fragen oder Äußerungen des Unmuts und der Unzufriedenheit? Oder Vorwürfe und Schuldgefühle sogar? Oder ließen es deine körperlichen Empfindungen erst gar nicht zu, tiefer einzutauchen, zum Beispiel weil da Schmerzen im Knie, im Kopf, Spannungen hier oder dort oder sonst irgendwo waren …, die die Aufmerksamkeit voll in Anspruch nahmen? Oder starke Gefühle wie Trauer oder Wut, die dich am tieferen ´Eintauchen in die Stille hinderten …?

`Ist es nicht spannend, was da so alles passieren kann, wenn man einfach nur zur Ruhe kommen will? Ein richtiges Experimentierfeld dieses ´Mit-sich-selbst-Sein`… und jedes Mal anders sicherlich. Aber irgendwie doch sehr interessant, was da so alles ist, was sich da so alles zeigt, in dir ´arbeitet`, ´brodelt` oder verborgen liegt?! Ob das wohl immer da ist? Oder nur, wenn du die Stille suchst? Und wo ist dieser Teil, wenn du ´im Tun bist`, mit was anderem beschäftigt bist …? Aber wo als in dir sollte es sein?

Da stellt sich dann aber natürlich die Frage, wirkt dieser ´verborgene Teil` auch auf dich und dein Tun, wenn du dich ´ablenkst` ? Oder lenkst du dich ab, damit dieser Teil nicht wirken kann oder zumindest nicht wahrnehmbar ist?

Aber vielleicht ist es dir ja auch gelungen, die Wahrnehmungen, Gefühle, Körper-empfindungen, Gedanken … einfach alles, was da so auftauchte, einfach nur kommen und gehen zu lassen, ohne dass du es festhalten oder dich davon ´wegschwemmen` ließest?

Herzlichen Glückwunsch!

Und vielleicht ist ja auch der eine oder andere Gedanke, die eine oder andere Idee gekommen, die dich auch weiterhin beschäftigt, weil sie dich begeistert und die du gerne weiter ´verfolgen` willst …?

Wunderbar! Wie schön!

Denn gerade in den Phasen der Ruhe, in den Zwischenpausen, in den Räumen des sogenannten ´Nichts-Tuns` , in den Zeiten also, in denen der Verstand abschalten kann, entstehen Frei-Räume für neue Kombinationen, für neue Möglichkeiten, neue Quer-Verbindungen …. für Ideen und Kreativität also. „Kreativität“, die Fähigkeit des Menschen, schöpferisch tätig zu sein (nach DUDEN), bekommt also vor allem dann ihre Chance, wenn es uns gelingt, ´auszusteigen` aus den unbewussten Automatismen und loszulassen vom Zwang, dies oder das noch zu tun, noch ´fertig` zu machen, …

Schade, dass wir uns diese Frei-Räume bzw. auch den Kontakt zum Sein und die Entscheidung ´für sich zu sorgen` in der Vergangenheit durch Pflichten oder scheinbare Pflichten, beabsichtigt oder nicht, häufig haben ´weg-rationalisieren` lassen. Und uns sogar so stark daran   ´gewohnt` zu haben scheinen, das wir das Bedürfnis danach gar nicht mehr spüren …. oder doch?

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